Aus für “Törn und Tide”

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt Mails, die schreiben sich nahezu von ganz allein, und es gibt Nachrichten, für die einem irgendwie die Worte fehlen. Diese Mail gehört definitiv in letztere Kategorie. Ich versuche dennoch, das Ganze auf den Punkt zu bringen: Das Projekt Sportschipper-Nachfolge in Form von „Tide und Törn“ ist nach einem halben Jahr intensiver Bemühungen, ein organisatorisch und finanziell gesundes Gerüst aufzubauen, leider gescheitert. Mein Mann und ich haben bis zuletzt verschiedene Kalkulationen angestellt und so manche unruhige Nacht verbracht, sind aber nun endgültig zu dem Schluss gekommen, dass eine Umsetzung aus wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar ist. Angesichts dieser Tatsache sind wir natürlich sehr traurig, haben wir doch mit viel Zuversicht, Arbeitseinsatz, einem nicht geringen finanziellen Vorschuss (allein die Verlagsgründung und die Sicherung der Titelrechte haben schon eine ansehnliche vierstellige Summe verschlungen) und mit dem sehr ermutigenden Rückenwind seitens der Vereine alles versucht, um eine Neuauflage möglich zu machen. Am Ende steht die Erkenntnis: Die Vereine haben sich nahezu einstimmig für eine Fortführung ausgesprochen. Anders sah es auf der Seite der Anzeigenkunden aus. Nach dem unvermittelten Aus des Sportschippers zum Jahreswechsel haben sich hier nennenswerte Defizite aufgetan, mit denen das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben schließlich in eine für uns nicht mehr tragbare wirtschaftliche Schieflage geraten ist. Auf der Ausgabenseite erschwerend hinzu kam, dass wir nicht auf vorhandene Programme und Datenbanken zurückgreifen konnten, und auch die gesamte Verwaltung inklusive einer geplanten Online-Version völlig neu hätten aufsetzen müssen, während die Kosten für Papier, Druck und Versand weiter gestiegen sind. Mit Preiserhöhungen unsererseits diese Defizite zu kompensieren, war für uns keine Option. Kurzum: Der Traum von einer Neuauflage des Reviermagazins ist damit leider geplatzt.

Umso mehr möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für Ihren großen Zuspruch, Ihr Vertrauen in das Projekt und für Ihre große Geduld im letzten halben Jahr bedanken – ebenso wie für die langjährige, stets erfreuliche Zusammenarbeit zu Zeiten des Sportschippers. Wir verbuchen diese Kontakte und Erfahrungen auf der Habenseite und finden: Der Versuch einer Neuauflage war den Einsatz wert! Mein Mann und ich hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen und Ihren Vereinskameradinnen und Vereinskameraden alles Gute für die Zukunft!    

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Hell